Die Jobsuche und die Personalrekrutierung von Führungskräften über soziale Netzwerke

Die Jobsuche und die Personalrekrutierung von Führungskräften über soziale Netzwerke

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Inhaltsangabe:Problemstellung: Eine Untersuchung der Jobsuche und der Personalrekrutierung A¼ber soziale Netzwerke aus personalwirtschaftlicher und netzwerkanalytischer Sicht verlangt nach einem entsprechenden Rahmen. Die ganzheitliche Bearbeitung der Thematik durch die Beschreibung, ErklAcrung und Gestaltung von Netzwerkprozessen stellt eine Herausforderung dar und erfordert geeignete theoretische Grundlagen und Konzepte, sowie einige EinschrAcnkungen. Die Beschreibung von wesentlichen Begriffen und theoretischen AnsActzen mit empirischer AœberprA¼fbarkeit ist eine Voraussetzung, um dem Anspruch einer wissenschaftlichen Arbeit zu genA¼gen. Die Idee des Beziehungsmanagements wird in der populAcrwissenschaftlichen Literatur teilweise trivial oder falsch interpretiert. Aus diesem Grund ist eine angemessene Definition zu formulieren, da bestimmte Aspekte bei der Jobsuche und der Personalrekrutierung A¼ber soziale Netzwerke relevant sind. Geeignete Konzepte aus dem umfassenden analytischen Instrumentarium zur Beschreibung, ErklAcrung und Gestaltung von Netzwerken sind zu identifizieren und in ihren GrundzA¼gen vorzustellen, um Erkenntnisse aus empirischen Studien und Gestaltungsanregungen auf ein theoretisches Fundament zu stellen. Die Idee des sozialen Kapitals liefert Anhaltspunkte fA¼r eine Apkonomische Interpretation von sozialen Netzwerken als Investition mit lukrativen ErtrAcgen. Die ErklAcrung von sozialen Netzwerken auf dem Arbeitsmarkt kann aus zwei Perspektiven erfolgen. Eine Herausforderung besteht in einer optimalen Netzwerkgestaltung aus der Sicht eines Arbeitnehmers und seines Unternehmens. Die quantitative und qualitative Analyse von Vorteilen, Mechanismen und Gestaltungskriterien erfordert zunAcchst die Generierung von Hypothesen. Experteninterviews und Resultate von empirischen Studien zur Jobsuche und zur Personalrekrutierung A¼ber soziale Netzwerke kApnnen einen Beitrag zur AœberprA¼fung leisten. Eine BeschrAcnkung auf eine ausgewAchlte Zielgruppe und eine differenzierte Selektion von entsprechenden Studien ist aufgrund der vorliegenden Kontingenz unbedingt erforderlich. Auf dem Weg zur Gestaltung eines optimalen sozialen Netzwerks sind Aspekte der StAcrke von sozialen Verbindungen, der Netzwerkstrukturen und der sozialen Netzwerkressourcen zu einem ganzheitlichen Ansatz zu integrieren. Das Konzept von effizient-effektiven Netzwerken bietet mApglicherweise einen geeigneten Rahmen. Die Prognose der zukA¼nftigen Rolle von sozialen Netzwerken bei der Jobsuche und bei der Personalrekrutierung ist eine Herausforderung. Das Beispiel von sozialen Online-Netzwerken kann die zukA¼nftige Rolle andeuten und praktische UmsetzungsmApglichkeiten fA¼r ein Beziehungsmanagement und fA¼r eine informelle Jobsuche bzw. Personalrekrutierung aufzeigen. Die eigentliche Betrachtungsebene der Personalwirtschaft sind die einzelnen Mitarbeiter in Unternehmen. Die Konzentration auf demographische und persApnlichkeitsbezogene Eigenschaften verhindert jedoch ein ganzheitliches Bild des betrachteten Individuums. Die strukturelle Perspektive der sozialen Netzwerke stellt eine Alternative zu klassischen Sichtweisen in der Personalwirtschaft dar. Untersuchungsobjekt sind dann nicht mehr individuelle Attribute, sondern Beziehungen zwischen Netzwerkakteuren. Individuen sind in soziale Netzwerke eingebunden, die neben den persApnlichen Attributen zu Chancen oder Hemmnissen fA¼r individuelles Handeln fA¼hren. Die Analyse der Jobsuche und der Personalrekrutierung A¼ber soziale Netzwerke betrachtet die Rolle des Kontaktnetzwerks eines Akteurs aus zwei Perspektiven. Arbeitnehmer verfolgen auf dem Arbeitsmarkt das Ziel einen guten oder besseren Job zu finden. Unternehmen versuchen als Arbeitgeber optimale Kandidaten fA¼r Stellen zu rekrutieren, um die soziale und Apkonomische Effizienz der Organisation zu optimieren. Ein Netzwerkakteur profitiert mApglicherweise von einer erfolgreicheren Jobsuche, und Unternehmen kApnnen von den sozialen Netzwerken ihrer Mitarbeiter durch Empfehlungen profitieren. Die Optimierung von individuellen Netzwerken bietet unter UmstAcnden Vorteile fA¼r beide Seiten und lohnt sich dann aus personalwirtschaftlicher Sicht. Die theoretische Einordnung der Jobsuche und der Personalrekrutierung A¼ber soziale Netzwerke erfolgt vor dem Hintergrund von Arbeitsmarkttheorien und von personalwirtschaftlichen Theorien zur sozialen und Apkonomischen Effizienz bei der Personalbeschaffung und Personalauswahl. Die Identifizierung und Interpretation von Netzwerkmechanismen zur gezielten Optimierung von sozialen Netzwerken, um potentielle Vorteile realisieren zu kApnnen, steht in der Tradition der sozialen Netzwerkforschung. Die Netzwerkanalyse und Konzepte zum sozialen Kapital liefern ein Instrumentarium zur ErklAcrung und Gestaltung von sozialen Netzwerken. Die personalwirtschaftlich relevanten netzwerkanalytischen Fragen richten sich darauf, welche Arten von Verbindungen bzw. Strukturen und sozialen Ressourcen in einem Netzwerk zu vorteilhaften Informationen, zu Einfluss und zu Empfehlungen fA¼hren. kApnnen. Zur Beantwortung dieser Fragestellungen bietet sich eine strukturalistische Netzwerkperspektive an. Gang der Untersuchung: Diese Arbeit liefert keine allgemeingA¼ltigen Antworten und keinen universalen Leitfaden zur strategischen Optimierung eines sozialen Netzwerks. Der Leser soll durch die Analyse von Experteninterviews und von empirischen Resultaten vor einem wissenschaftlichen Hintergrund in die Thematik der sozialen Netzwerke eingefA¼hrt werden. Die Beschreibung wesentlicher Begriffe und Konzepte (Kapitel 2), die ErklAcrung von Netzwerkaspekten bei der Jobsuche (Kapitel 3) und bei der Personalrekrutierung (Kapitel 4) A¼ber soziale Netzwerke und daraus abgeleitete Gestaltungsanregungen (Kapitel 5) sollen ein GefA¼hl fA¼r die Netzwerkperspektive vermitteln. Die vorliegende Diplomarbeit fokussiert sich bewusst auf eine bestimmte Zielsetzung und Zielgruppe: Netzwerkaktive FA¼hrungskrAcfte (bzw. Unternehmensberater) und (Personal-)Manager sollen das mApgliche Potential von Kontaktnetzwerken erkennen und in der Lage sein, Netzwerke systematisch aufzubauen, zu pflegen und zu entwickeln, um Vorteile bei der eigenen Jobsuche bzw. bei der Personalrekrutierung ihres Unternehmens verwirklichen zu kApnnen. Strukturelle Aspekte zur StAcrke von Verbindungen, zu den Netzwerkstrukturen und zu den sozialen Ressourcen werden beleuchtet und analysiert, um anschlieAŸend Anregungen zur Optimierung der angesprochenen Kriterien zu liefern. Die Arbeit setzt sich dazu aus sechs Abschnitten zusammen: Die EinfA¼hrung mit einer ErlAcuterung des aktuellen und des wissenschaftlichen Bezugs von sozialen Netzwerken fA¼hrt zum Thema hin und zeiget relevante Forschungsfragen auf (Kapitel 1). Theoretische Definitionen von wesentlichen Begriffen und ErlAcuterungen von theoretischen Kriterien von sozialen Netzwerken bilden den Ausgangspunkt dieser Diplomarbeit (Kapitel 2). Die informelle Jobsuche A¼ber soziale Netzwerke wird anschlieAŸend vor einem arbeitsmarkttheoretischen Hintergrund quantitativ und qualitativ untersucht. Hypothesen werden aus Experteninterviews und empirischen Analysen generiert und A¼berprA¼ft, um Vorteile und strukturelle Gestaltungskriterien von Kontaktnetzwerken zu identifizieren (Kapitel 3). Es erfolgt dann ein Perspektivenwechsel zu den Unternehmen. Vorteile und MApglichkeiten der Personalrekrutierung A¼ber soziale Netzwerke werden vor allem unter Effizienzgesichtspunkten anhand von Experteninterviews und empirischen Studien analysiert (Kapitel 4). Die Erkenntnisse aus der AœberprA¼fung von Hypothesen zur Jobsuche und zur Personalrekrutierung A¼ber soziale Netzwerke werden mit ausgewAchlten netzwerktheoretischen AnsActzen in Verbindung gebracht. Das integrative Konzept der effizient-effektiven Netzwerke und die strukturelle Autonomie werden vorgestellt, um Gestaltungsanregungen fA¼r die Praxis zu liefern (Kapitel 5). Im vorletzten Abschnitt werden soziale Online-Netzwerke als zukunftstrAcchtiges Praxisbeispiel erlAcutert. Die Internetplattformen OpenBC.com und LinkedIn.com werden gegenA¼bergestellt, um MApglichkeiten zum virtuellen Beziehungsmanagement und zur Jobsuche bzw. zur Personalrekrutierung A¼ber soziale Online-Netzwerke anzudeuten (Kapitel 6). Das letzte Kapitel rundet diese Diplomarbeit methodisch ab. Die Beantwortung der Forschungsfragen und weitere wesentliche Erkenntnisse werden abschlieAŸend aus einer Netzwerkperspektive reflektiert und zusammengefasst. Impulse fA¼r weitere Forschungsfragen sollen Anregungen fA¼r weitere wissenschaftliche Untersuchungen von sozialen Netzwerken mit einem personalwirtschaftlichen Schwerpunkt liefern und verdeutlichen, dass in dieser Arbeit lediglich ein kleiner Ausschnitt aus einem sehr weiten Feld behandelt werden kann (Kapitel 7). Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisVI AnhangsverzeichnisVII AbkA¼rzungsverzeichnisIX Kapitel 1: Vitamin B oder a€žich kenne da jemanden!a€œ1 1.1Soziale Netzwerke in Vergangenheit und Gegenwart1 1.2Problemstellung der Diplomarbeit3 1.3Wissenschaftliche Einordnung der Problemstellung4 1.4Zielsetzung und Aufbau der Diplomarbeit5 Kapitel 2: Networking: Soziale Netzwerke und soziales Kapital7 2.1Networking als Beziehungsmanagement7 2.2Soziale Netzwerke aus wissenschaftlicher Sicht9 2.2.1Definition eines sozialen Netzwerks10 2.2.2Die Netzwerkanalyse als Werkzeugkasten11 2.2.3Gibt es eine Theorie der sozialen Netzwerke?13 2.3Soziales Kapital a€“ Mehr als nur Investment in Kontakte17 2.3.1Definition von sozialem Kapital18 2.3.2Investitionen in soziales Kapital19 2.3.3Soziales Kapital und Arbeitsmarkt20 Kapitel 3: Die informelle Jobsuche A¼ber soziale Netzwerke21 3.1Arbeitsmarkt und informelle Jobsuche22 3.1.1(Neo-)klassische Arbeitsmarkttheorien und soziale Netzwerke22 3.1.2A–konomische RationalitAct einer informellen Jobsuche25 3.2Analyse der informellen Jobsuche A¼ber soziale Netzwerke26 3.2.1Vorgehensweise und Zielsetzung der Untersuchung26 3.2.2Hypothesen zur Jobsuche A¼ber soziale Netzwerke in der Praxis28 3.2.3Empirische Befragung von FA¼hrungskrAcften44 3.3Praxisimplikationen fA¼r FA¼hrungskrAcfte, Manager und Berater45 Kapitel 4: Die informelle Personalrekrutierung A¼ber Empfehlungen47 4.1Unternehmenseffizienz und Personalrekrutierung48 4.1.1A–konomische und soziale Effizienz48 4.1.2Interne/externe Beschaffung und Auswahl von Personal49 4.2Analyse der informellen Personalrekrutierung A¼ber Empfehlungen51 4.2.1Vorgehensweise und Zielsetzung der Untersuchung52 4.2.2Hypothesen zur informellen Personalrekrutierung in der Praxis53 4.2.3Empirische Befragung von Personalmanagern63 4.3Praxisimplikationen fA¼r das Personalmanagement64 Kapitel 5: Gestaltungsanregungen fA¼r ein optimales Kontaktnetzwerk67 5.1Theoretische Impulse fA¼r Optimierungsgedanken zu sozialem Kapital68 5.1.1Die StAcrke von schwachen Verbindungen69 5.1.2Die StAcrke von strukturellen LApchern70 5.1.3Die StAcrke der sozialen Ressourcen71 5.2Der Weg zu einem optimalen Kontaktnetzwerk73 5.2.1Strukturelle Voraussetzungen und Vertrauen73 5.2.2Konzeption eines effizient-effektiven Netzwerks77 5.2.3Die Idee der strukturellen Autonomie80 5.3Ein fiktives Beispiel des Managers a€žHiPoa€œ (High Potential)82 Kapital 6: Beziehungsmanagement und soziale Netzwerke im Internet86 6.1Cybernetzwerke und E-Networking87 6.2Soziale Business-Netzwerke im Internet89 6.2.1OpenBC.com a€“ a€žWea€™re networking people!a€œ90 6.2.2LinkedIn.com a€“ a€žPeople you want through people you trust!a€90 6.3Praxisvergleich a€žOpenBC.com vs. LinkedIn.coma€œ92 6.3.1Beziehungsmanagement und E-Networking92 6.3.2Jobsuche und Personalrekrutierung (E-Cruiting)94 6.3.3Empirische Befragung zum Zukunftspotential97 Kapitel 7: Kontaktnetzwerke in der Praxis a€“ Ein zusammenfassendes Fazit98 Anhang102 Literaturverzeichnis156 Eidesstattliche ErklAcrung179What Happened: a€œI used LinkedIn Jobs to send Will Lopes, the hiring manager, my resume and cover letter. ... Tips for Other Users: a€œThe process of following up with a referral works, and I suggest this for people who use Monster and otheranbsp;...


Title:Die Jobsuche und die Personalrekrutierung von Führungskräften über soziale Netzwerke
Author: Florian Hochenrieder
Publisher:diplom.de - 2006-02-20
ISBN-13:

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